Implantologie

Schon in seiner Assistenzzeit, also ab 2005, begann Dr. Grosse sich im Fachbereich der Implantologie fortzubilden. Sein damaliger Chef Dr. H. Middelmann bekleidete den Titel „Spezialist der Implantologie mit Tätigkeitsschwerpunkt". So konnte Dr. Grosse durch intensive Lehre seinen Wissensschatz täglich erweitern. Er durfte früh selbst implantieren und so die Eigenschaften verschiedener Implantatsysteme kennenlernen. Damals begann man mit der dreidimensionalen Implantat-Planung und -Insertion mit Hilfe computergefräster Schablonen. Hinzu erweiterten Knochenaufbauten in der Zahnarzt-Praxis die Möglichkeiten der Versorgung von Patienten mit problematischen Knochenverlusten.

Tägliche Erfahrungen zeigen: Oft kommen Patienten im letzten Moment, wenn Infektionen fühlbar oder sichtbar werden, so auch die Knochensubstanz gelitten hat.

Es gilt erst einmal Schmerzen auszuschalten und Herde einzudämmen. Das Fundament der Zähne, also den Rest-Knochen zu retten. Die Kaufunktion soll umgehend wieder hergestellt werden und den/die Patient/in im täglichen Leben so wenig wie möglich beeinflussen. Hohe Ansprüche also! 

Alle Situationen bedürfen der genauen individuellen Planung, sowohl funktionell und strategisch,  als auch finanziell um ein ästhetisch-anspruchsvolles Ergebnis zu erreichen. Wichtig: "der rote Faden!"

Zahnimplantate dienen als künstlich geschaffene Pfeiler der Verankerung von Zahnersatz. Diese Pfeiler aus hochfestem Titan kann man sich als "hohlen Dübel“ mit Gewinde vorstellen. Wie man einen Dübel in die Wand steckt, inseriert man vorsichtig das Implantat in gesunden Knochen. Der Knochen akzeptiert die leicht raue Titanoberfläche und "mauert“ das Implantat fest ein. Nach der Heilzeit kann der Dübel mit einem "Sockel“ (Abutment) und dem geplanten Zahnersatz versorgt werden. Ein Implantat kann bei sehr guter Pflege für viele Jahrzehnte stabil im Knochen verbleiben. 

 

1) Implantattypen:

Wir unterscheiden im Allgemeinen zwischen zwei Implantattypen, den zwei und drei-teiligen Implantatsystemen.

A) Das zweiteilige System wird oft als Mini-Implantatsystem bezeichnet. Es besteht aus dem Implantat selber (Teil 1) und dem Gegenstück in einem Zahnersatz (Teil 2), welcher oft auf das Implantat gesteckt wird. Es zeichnet sich in der Regel durch reduzierte Durchmesser und die besondere Form aus. Dübel und Sockel bestehen aus einem Stück und ergeben Teil 1. Diese Implantate finden meist Verwendung zur Befestigung von herausnehmbarem Zahnersatz oder zur reinen Pfeilervermehrung/Stabilisierung von Zahnersatz durch Traglastteilung.

B) Das dreiteilige Implantat-System besteht aus Implantat-Dübel (Teil 1), verschraubtem und abnehmbaren Sockel (Teil 2) und dem darauf gefertigten Zahnersatz (Teil 3). Individuelle Implantat-Durchmesser und -Längen werden lokal für jede Versorgungssituation ausgewählt. Diese Implantate haben vielfältigste Einsatzbereiche. So kann ein einzelner, kompletter Zahn erschaffen oder auch eine Brücke getragen werden. Deise Systeme ermöglichen die Verankerung von festem oder herausnehmbaren Zahnersatz.

2) Grundvoraussetzungen für das Setzen eines Implantates:

Gesundheit und Allgemeinbefinden des/r Patienten/in müssen als Grundlage für die Entscheidung zu Implantaten in eine Zahnersatzversorgung unbedingt berücksichtigt werden. Das individuelle Gespräch mit dem/r Patienten/in ggf. mit Kollegen anderer Fachbereiche vor Beginn jeder Zahnersatzversorgung sind oberstes Gebot. So müssen Grunderkrankungen und Medikationen, wie Blutverdünnungen abgeklärt sein! Der Zahnarzt soll seine/ Patientin/en kennen!

Die Beurteilung des Knochenangebotes, von Breite und Höhe erfolgt durch die Analyse der Situation im Mund, von Modellen und Röntgenbildern. Schmale Knochenverhältnisse im Mund bedingen kleine Implantatdurchmesser. Breite Knochverhältnisse ermöglichen größere Durchmesser des Implantat-Dübels. Die lokale Höhe des Knochens bedingt die Länge eines jeden Implantates. 

Das Setzen eines Implantates in eine Zahnlücke bis hin zu mehreren Implantaten in teilbezahlte oder zahnlose Kiefer setzt einen großen Wissens- und Erfahrungsschatz voraus, welcher die konservative Zahnersatzversorgung als Grundlage hat. So muss der Zahnarzt die gesamte Zahnersatzplanung von Anfang bis Ende und umgekehrt durchdenken und detailliert deren Vor- und Nachteile kennen. Denn wenn das Fundament unsicher ist, fällt das ganze Haus beim Setzen des letzten Dachziegels zusammen.

Noch vor Beginn eines ersten Eingriffes muss, der gesamte Verlauf, der Weg bis zum Ziel stehen. Die menschliche Anleitung des/r Patienten/in und dessen/deren Mitarbeit sind maßgeblich für den sicheren Erfolg!

Sämtliche Schritte bedürfen dem Einbezug eines Labors, welches ebenfalls genaue Anweisungen erhält. Zeitpläne zwischen Patient/in, Labor und Zahnarzt müssen getaktet sein. Ein Kostenvoranschlag im Vorfeld sorgt für Klarheit. 


Bildquelle: Bego Implant Systems

Der Start: Implantiert wird NUR in gesundem Knochen! Die Mund-Hygiene muss perfekt sein, die Vorarbeiten, wie professionelle Zahnreinigungen und Parodontitis-Behandlungen im gesamten Mund müssen best-möglich erledigt sein. Nicht zu letzt muss Patient/in bereit sein hier volle Mithilfe zu leisten.

3) Heilzeiten und Abläufe:

Implantate bedürfen im Oberkiefer einer Einheilzeit von circa sechs Monaten, im Unterkiefer von circa drei Monaten.

Ablauf Implantatsetzung (exemplarisch):
1.Tag: Operation und Röntgenkontrolle
2.Tag: 1. Wundkontrolle                                                                                                10.Tag: 2. Wundkontrolle und Entfernung der Fädchen
4. Monat: Röntgenkontrolle und Eröffnung der Implantat-Durchtrittstellen, Prüfung der Festigkeit, dann erfolgt die Zahnersatzversorgung der Implantat-Pfeiler innerhalb circa 2-4 Wochen (je nach Art und Planung eines Zahnersatzes).

4) Welcher Zahnersatz soll nun folgen?

Diese Frage muss schon vor dem ersten Eingriff entschieden sein. Bei der Entscheidungsfindung welche Art von Zahnersatz, ob fest oder herausnehmbar bespricht Dr. Grosse ausführlich mit dem/r Patient/in vor Beginn der Implantation!    Dr. Grosse nennt Vor- und Nachteile und wird Ihnen seine Empfehlung aussprechen. Diese kann für jede Situation, sogar jeden Kiefer unterschiedlich entschieden werden!

Oft spielen hierbei Einschätzungen der Sorgfalt, sowie Fingergeschick, das Lebensalter und der Wunsch des/r Patienten/in die entscheidende Rolle. Bei älteren Menschen ebenso die Mobilität, die Kraft der Hände und der Augen sowie der Einsatz von Pflegeutensilien. Hierbei bieten wir Ihnen stets Hilfe zum Üben des Handlings und der Pflege an.

So lassen wir den "ROTEN FADEN" entstehen!

Wir führen jede/n Patienten/in exakt entlang unseres „roten Fadens“ ohne ihn/sie allein zu lassen! Unsere Patienten erfahren jederzeit Sorgfalt und Hilfe vor und während der gesamten Versorgung, ebenso danach. So möchten wir Ängste durch Sinnhaftigkeit und eine ruhige Hand verschwindend klein werden lassen.

Für Ihre individuelle Beratung stehen wir Ihnen sehr gerne zur Verfügung!

Kontakt

Zahnarzt
Dr. med. dent. Maximilian Grosse
Tel.: 089 | 176 030

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